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Dinslaken März 1901

Mit dem Ausbau des höheren Schulwesens ist in unserer Stadt ein Werk begonnen worden, das für Dinslaken von bleibender Bedeutung sein dürfte. Nach dem Plane des Bürgermeisters Leue soll eine Knabenrektoratsschule errichtet werden, aus welcher später ein Realgymnasium hervorgehen soll. Damit ist der Grund zu jener Lehranstalt gelegt, die sich in späteren Jahren zum heutigen Theodor-Heuss-Gymnasium Dinslaken entwickeln wird.

Ein ähnlicher Antrag war bereits im Jahre 1859 von den Herren Dr. Vosswinkel, Berns, Maaß und Brauer gestellt, damals jedoch von den Ratsmitgliedern mit 6 gegen 4 Stimmen verworfen worden. Nunmehr haben sämtliche Abgeordneten ihre Zustimmung gegeben. Die Stadt unterstützt das Vorhaben mit 1000 Mark für Verwaltungskosten sowie mit einem einmaligen Betrage von 3000 Mark für Lehrmittel und Einrichtung.

Zum ersten Leiter der neuen Anstalt wurde, zunächst für die Klassen Sexta und Quinta, cand. theol. Schoebe bestellt. Ferner wurden die nebenamtlichen Lehrer Lynen und Strauß berufen. Die Schule zählt bei ihrem Anfang 10 Schüler. Da ein eigenes Schulgebäude noch nicht vorhanden ist, wird vorerst der Saal des Gastwirts Tremöhlen an der Ecke Neustraße/Lessingstraße zum Unterricht bestimmt.